Was bisher geschah…

17 09 2010

Endlich funktioniert der Blog wieder und Internet haben wir heute abend auch. Also versuchen wir mal, die Lücken zu schließen!

Letzter Stand war ja unser Etappenziel in Arras. Danach sollte es nach Araines gehen, ein etwas kleinerer Ort. Die Etappe entpuppte sich als ziemlich schwer zu erradeln, da mit heftigen Steigungen versehen. Zu allem Überfluß gab es auch weit und breit keine Unterkunft für uns, so dass wir einen Umweg nach Abbeville in Kauf nehmen mussten. Ich war physisch und psychisch völlig am Ende und hätte am Liebsten aufgegeben. Aber ging ja auch nicht, weil in dem Moment kein Bahnhof vorhanden war. Also durchhalten! Und als ich da so am Wegesrand völlig platt über meinem Fahrrad hing, hielt doch ein Auto an und eine nette Dame bot mir eine Mitfahrgelegenheit an! Es siegte dann doch mein sportlicher Ehrgeiz und ich lehnte dankend ab. Aber meiner Seele tat das gut!!

Auf der nächsten Etappe, die wir etwas kürzer planten, ging das Berge rauf und runter radeln schon viel besser! Petrus spielte auch mit – es hat nicht geregnet! Neufchatel war unser Tagesziel. In den beiden Hotels war kein Zimmer mehr für uns frei, der Hotelier empfahl uns ein „Chambre d’Hotes“, ein Gästezimmer. Und was haben wir da für ein Kleinod entdeckt! Auf einem Bauernhof sind die ehemaligen Ställe liebevoll umgebaut worden. Super! Wir wären am Liebsten ein paar Tage da geblieben. Die Schwiegermutter des Besitzers stammt aus Braunschweig und war ganz glücklich mal wieder Deutsch reden zu können und dann auch noch jemanden aus der alten Heimat da zu haben.

Gut gestärkt mit einem leckeren Frühstück (selbstgekochte Pflaumen- und Rhabarbermarmelade) ging es wieder auf Tour. Die Strecke selber war unspektakulär, sie führte hauptsächlich an stark befahrenen Straßen entlang. Wir sind durch die Partnerstadt von Faßberg gefahren und in der Partnerstadt von Bleckede (Totes) haben wir in einer Brasserie lecker zu Mittag gegessen. In Yvetot war das Hotel wieder ausgebucht (das Spiel kennen wir ja jetzt schon) , aber wir sind so rechtzeitig angekommen, dass die Touristeninformation noch offen hat. Dort vermittelt man uns wieder ein Gästezimmer, diesmal quasi mit Familienanschluß. Die beiden vorhandenen Gästezimmer sind liebevoll dekoriert: Savanne und Safari. Von der  Bettwäsche, über Tapeten und Dekoration – alles zum Thema Afrika. Herrlich! Und himmlisch geschlafen haben wir auch.

Das Frühstück ist sehr umfangreich, mit selbstgebackenem Brot, Kuchen, Obst und weiteren Leckereien. WIr werden noch mit Wegzehrung ausgestattet und gute Wünsche begleiten uns. Diese Etappe soll gekrönt werden mit der Überquerung der Pont de Normandie. Scout Jens hat eine prima Strecke gefunden, durch kleine knuddelige Orte, nur wenige Autos begegnen uns. Eine Schußfahrt noch und dann sind wir in der Seine-Ebene. Von weitem blinkt die Brücke schon. Was folgt ist eine kilometerlange Irrfahrt auf der Suche nach der Zufahrt für Fahrräder. Völlig entnervt unternehmen wir noch eine letzte Richtungsänderung und hoffen auf Erfolg.



hurra der blog ist wieder da

17 09 2010

Es wird sich wohl um ein Serverproblem des Providers gehandelt haben, das der Blog nicht zu öffnen war. Nun scheint es zu funktionieren.

Wir sind noch in Frankreich. Zur kurzen Information unser Weg bis hierher; Honfleur. Unsere Stationen Abbeville; Neufchatelle, Yvetot, Honfleur.

Stellenweise starker Wind von vorne und steile Hügel und gestern wunderbares Wetter und eine herrliche Sicht von der Pond de Normandie. Wir sind jetzt im Calvados. Wolfgang; heute trinke ich einen richtigen Aperetif.

In Periers werden wir Sonntag am frühen Nachmittag eintreffen.



C’est normale….

12 09 2010
Vimy

Vimy

Wir fahren heute morgen nach Lille hinein um dort in einem Café ein typisch französisches Frühstück zu uns zu nehmen. Gemütlich beim Café genießen hören wir militärische Klänge: „God save the Queen“ und die „Marseillaise“.  Mit Parade, Ehrenformation und vielen Flaggen. Muß irgendwie was mit einem der Weltkriege zutun haben, genaues wissen wir nicht, war aber ganz interessant zu beobachten. Wir fahren los und es ereilt uns das tägliche Drama in der Stadt: Wegbeschreibung und Karte passen mal wieder nicht überein. Und so stehen wir ratlos am Wegesrand, aber Rettung naht. Ein freundlicher Franzose bietet seine Hilfe an. Mit Händen und Füßen, ein paar Brocken Französisch von uns, ein paar Brocken Englisch von ihm verständigen wir uns. Um ganz sicher zu sein, dass wir den richtigen Weg nehmen, fährt der Franzose mit seinem Motorroller vorweg und erklärt uns noch einmal eindringlich wie wir fahren müssen. Wir bedanken uns für seine Hilfe und er meint nur mit den Schultern zuckend: C’est normale! Auch später am Tag, als wir wieder mit der Karte in der Hand suchend an der Straße stehen, werden wir angesprochen und uns wird Hilfe angeboten. Ist das schön in einem Land zu reisen, wo es so viele „normale“ Leute gibt! Merci France!

Im weiteren Verlauf unserer Etappe erwartete uns noch eine Bergetappe. Oben auf dem Gipfel steht das „Canadian Memorial Vimy“, eine Gedenkstätte des ersten Weltkrieges. Wir schieben unsere Fahrräder über das Gelände, vorbei an diversen informationstafeln und genießen dabei die herrliche Aussicht auf die Ebene. Auf dem Weg nach unten passieren wir noch einen Hinweis auf einen deutschen Soldatenfriedhof und kommen an einem britischen Soldatenfriedhof vorbei. Wir bewegen uns auf geschichtsträchtigem  Boden.

Ziel unserer heutigen Etappe ist Arras.



Arrivé en France!

11 09 2010

Wir haben es geschafft: wir sind in Frankreich!!! Die letzte Etappe in Belgien war noch mal recht anstrengend. Schnurgrade an der N 43 entlang und zum Ende hin haben sie tatsächlich noch ein paar Hügel eingebaut die wir erklimmen mussten. Und man mag es kaum glauben: es hat überhaupt nicht geregnet! Im Gegenteil: die Sonne brannte richtig vom Himmel herab, zeitweilig hatten wir 27 Grad! Und jetzt bitte mal alles pharmazeutische und medizinische Fachpersonal wegschauen: wir haben keine Sonnencreme dabei…(ihr erinnert Euch: die Regentheorie!)  Entsprechend verbrannt bin ich heute abend auch…. ach ja, wir sind in einem Vorort von Lille gelandet!



Jetzt wieder mit funktionierendem Internet!

10 09 2010

Die nächste Etappe ging bis Turnhout, ca. 36 km vor Antwerpen. Fahrrad fahren in Belgien ist alles andere als entspannend. Die Fahrradwege sind nicht so gut ausgebaut wie in Holland und so ganz ohne Fahrradkarten bleibt uns auch nichts anderes übrig als an Nationalstraßen entlang zu fahren. Entsprechend laut und hektisch ist es dann auch. Auch heute finden wir wieder ein nettes Hotel, unsere Fahrräder dürfen im Festsaal parken!

Heute morgen gehts dann Richtung Antwerpen. Durch die Innenstadt schieben wir unsere Räder, schließlich soll auch ein bißchen Sightseeing dabei sein. Wieder muß ein Fluß überwunden werden, die Schelde. Diesmal nicht über eine Brücke, sondern durch einen Tunnel! Per Rolltreppe geht es in die Tiefe. Die Rolltreppen sind sehenswert: nicht neumodern, sondern mit viel Holz. Nach ANtwerpen geht die Fahrt noch ungefähr 40 km und dann geht mir so langsam die Puste aus. PAUSE!!



Erneuter Versuch…

10 09 2010

Leider hat es gestern abend nicht geklappt mit meinem Artikel, das Internet ist immer wieder zusammengebrochen. Also hier noch mal der Versuch , die letzten Tage in Kurzform mitzuteilen.
Nach Vreden kam ein kurzes Stück Niederlande 8ca. 40 km) und damit auch der Regen.. Die gute Nachricht: unsere Regenklamotten haben den Härtetest bestanden! Bei Emmerich sind wir über den Rhein geradelt und uns in Kleve den Luxus eines Hotels mit Sauna gegönnt. Wir waren soooo durchgefroren!
Am nächsten Morgen haben wir in Klevein einer Bäckerei gefrühstückt. Die Verkäuferin hat uns mit viel Hingabe ein leckeres Frühstück zubereitet. Man merkte, ihr Beruf macht ihr Spaß und uns machte das gute Laune, trotz einsetzendem Regen. Also wieder die volle Montur an. In Holland Fahrrad zu fahren ist sehr entspannt: Radwege, gut ausgebaut und schön breit. Wir wollten bis kurz vor die belgische Grenze kommen, aber Petrus war uns wieder nicht hold und so machen wir in Best (kurz vor Eindhoven) Station. Jetzt fällt uns auf, das wir noch gar keine Hinweise auf Hotels gesehen haben. WIe gut das Jens das TomTom eingepackt hat. So finden wir nach einiger Zeit und einigem Hin und Her ein Hotel.



ohoh das internet

9 09 2010

Wir sind noch unterwegs. In Belgien kurz vor Antwerpen. Wetter mittlerweile wechselhaft. Mehr bei stabieleren Internet



Kurz vor den Niederlanden

7 09 2010

Am Montag Abend sind wir in Vreden kurz vor der nierderländischen Grenze angekommen. Auf dem Weg hierher haben wir in Rekke Station gemacht. Von dort ging es weiter nach Rheine und der nächste große Fluß, die Ems wurde gequert. Leider waren keine Kreuzfahrtschiffe auf der Ems aber vielleicht das nächste Mal. Und dann weiter über Neuenkirchen, Wettringen Heeke Ahhaus nach Vreden. In Vreden ist Kirmes und die Hotels voll. Haben aber in der wunderschönen Pension Bußmann ein Quartier gefunden. Das Wetter war bis hierher super. Sonne und den Wind meistens immer von hinten.

Heute geht es in die Niederlande und wieder nach Deutschland und nochmal in die Niederlande. Mal sehen was das Wetter macht. ICh glaube wir brauchen alle Daumen.



Erstes Teilziel

5 09 2010
Jetzt aber los

Jetzt aber los

Unsere 1. Teilziel das „…“ war wie geplant in Sulingen. Die Fahrt dorthin war gut zu bewältigen, auch dank überwiegendem Rückenwind. Auch Petrus war uns hold und ließ die Sonne scheinen, gut dosiert mit schönen weißen Wolken am Himmel. Die ersten „reißenden“ haben wir auch überquert: zuerst natürlich die Böhme, dann die Aller und dann die Weser. Wir finden ein nettes Hotel, sogar mit Internet! Hurra! Frisch ans Werk um unseren Blog zu bestücken, doch Pustekuchen! Es klappt nicht mit dem Zugang. So ein Pech! Gut ausgeruht und durch ein super Frühstück gestärkt begeben wir uns auf die nächste Etappe. Wir befahren Kreis- und Landesstraßen, die z.T. stark befahren sind und teilweise auch herrlich ruhig und idyllisch sind. Jetzt gönnen wir uns eine Pause bei McDonalds in Bramsche um unseren Blog zu pflegen. Vor uns liegt noch ungefähr eine Stunde Radeln – mal sehen wo wir dann unterkommen!



Abfahrt

4 09 2010
Abschied

Abschied

So nun ist es soweit. Kurz vor der Abfahrt. Die Taschen sind zu 94,3 -97,1 % gepackt. Die Sonne kämpft sich hinter den Schleierwolken hervor kaum Wind und angenehme Temperatur. Also los, Abfahrt oder Depature. So haben wir ein „D“ und fahren in die Normandie.  Dieser Tag ist für uns D-Day 2010 für die Städtepartnerschaft.

Unser Ziel soll heute in … sein. Also das sag ich dann morgen wo wir gelandet sind. Auf alle Fälle die Kreisgrenze werden wir hinter uns lassen, deutlich.

Also drückt die Daumen für schönes Wetter, pralle Reifen und viel Schwung.